Jugendfahrt zum Altmühlsee

Am letzten Wochenende der Pfingstferien machte sich eine Gruppe unserer Jüngsten zusammen mit Barbara Konrad, Jürgen Schramm (danke, es hat Spaß gemacht.) und Michael Heierth als Betreuer auf die Reise an den Altmühlsee. Ziel war diesmal die Jugendherberge in Gunzenhausen.
Nach dem Beziehen der Zimmer und anschließendem Abendessen machten wir uns noch am selben Abend auf den Weg zur Kletterwand des ansässigen Sportvereins.
Wie gut sich unsere Jüngsten schon in den Verein eingelebt haben, beweißt die Tatsache, dass wir wegen eines unfreiwilligen Abstechers zum Freibad mit ca 20 Minuten Verspätung am Ort des Geschehens eintrafen.
Kleinere Hindernisse (Sicherheitsgurt zu groß; Schuhe viel zu groß) waren schnell überwunden, und so stellte jeder eindrucksvoll seine Kletterkünste an den unterschiedlich schweren Routen unter Beweis.

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Nicht ausdrücklich erwähnt werden muß die Tatsache, dass unsere Mädels ihre Betreuer an Ausdauer und Ehrgeiz weit überflügelten.
Für Samstag war eine Führung mit dem Landesbund für Vogelschutz geplant, doch aufgrund einer überragenden Ortskenntnis, und einer unbarmherzigen "Killer-Bahnschranke", die uns innerhalb von 10 Minuten mindestens 20 Minuten zum Anhalten zwang, verpasste man den geplanten Termin.
Als Konsequenz aus vorausgegangenen drei Wochen anhaltendem Sommerwetter fing es auch noch an, in strömen zu regnen, sodass das weitere Programm kurzfristig umgeschmissen wurde, und wir den restlichen Tag im Erlebnisbad "Juramare" verbrachten.
Dort wurden auch gleich sämtliche Dampf-, Sole-, und sonstige Bäder ausgiebig in Beschlag genommen, wobei es mich nicht wundern würde, wenn einigen unserer Wasserratten mittlerweile Schwimmhäute gewachsen sind.
Für den Abend hatten wir uns mit Spielen versorgt, die in kleinen Grüppchen einen Ruhigen ausklang eines abwechslungsreichen Tages darstellten.
Am Sonntag versuchten wir (nun ortskundig) noch mal unser Glück mit einer Führung auf der Vogelinsel, und hatten Glück, einen jungen Zivildienstleistenden erwischt zu haben, dem man anmerkte, dass es ihm wirklich Spaß macht, Führungen für Jugendliche abzuhalten.
Ausgestattet mit Ferngläsern durften wir diese Führung mit allen fünf Sinnen erleben; so rochen wir an den Blättern der Apfelrose, schmeckten die Blätter des roten Wiesenknopfes, beobachteten die Vögel (darunter auch einen Kuckuck, der gerade versuchte sein Ei in das Nest eines anderen Vogels zu legen), ertasteten die Blüte des Spitzwegerich, und hörten die vielfältigen Töne aus der Tierwelt.

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Mit tollen Erklärungen und zahlreichen Zwischenfragen (bei deren Beantwortung unsere Kleinen ihre Betreuer schon wieder in den Schatten stellten) gestaltete er die eineinhalb Stunden so interessant, dass wir gar nicht merkten, wie schnell die Zeit verging.
Da Petrus anscheinend sehr darauf bedacht war, uns vor Sonnenbrand zu bewahren, zogen wir es vor, uns kurz im Ortsansässigen Mc. Dagobert aufzuwärmen, um anschließend gestärkt die Sommerrodelbahn in Angriff zu nehmen.

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Nach ein paar rasanten Abfahrten drehten wir noch eine Runde durch ein Wildgehege, dessen Bewohner entweder gerade in Urlaub waren, oder bereits schlechte Erfahrungen mit kleinen Mädchen gemacht hatten, denn außer einigen Vierhornschafen ließen sich keine weiteren Tiere Blicken. Dies hielt uns jedoch nicht davon ab, diese umso ausgiebiger mit eigens gepflückten Blättern zu füttern.
Schließlich waren wir uns alle einig, dass das Wochenende viel zu schnell vorüber war.

Aber der nächste Ausflug kommt bestimmt!

-mh-